3 Fragen an ...

Sepp Huber

Sepp Huber ist Forschungsprogrammleiter bei Airbus Helicopters Deutschland für das Europäische Forschungsprogramm Cleansky2 (RACER).

Zuvor war er als Co-Koordinator des Cleansky Forschungsprogrammes Green Rotorcraft tätig; sämtliche Forschungsergebnisse von Airbus Helicopters Deutschland finden sich in dem Airbus Helicopters Deutschland Demonstrator Bluecopter wieder.

Sepp Huber ist zudem Vertreter in der Europäischen Luftfahrtplatform ACARE (Advisory Council for Aviation Research and Innovation in Europe), war NH90 Entwicklungsprogrammleiter und neben seiner Position als AIT Ingenieur für bemannte und unbemannte Raumfahrtbaugruppen auch als Planungs- und Kontrollingenieur in der trinationalen Programmmanagementorganisation EMDG für TRIGAT LR (TIGER Waffensystem) tätig. 

1. Was ist Erfolgsfaktor No. 1, um wegweisende Umwelttechnologien wie im Bluecopter zu entwickeln?

Der Bluecopter Technologiedemonstrator hat uns erlaubt die Arbeiten in Sachen Lärmreduktion und Verbrauchsminimierung fokussiert und schnell zu erledigen. Zudem hat die Aussicht, dass die Technologien, an denen wir arbeiten, auch im Flugversuch getestet werden, die Entwicklungs-mannschaft enorm motiviert.

Letztendlich aber war entscheidend, dass die betroffenen Fachbereiche über die Abteilungsgrenzen hinaus in einem hierarchiefreien Raum selbstbestimmt sich den Zielen verschrieben haben und diese erfolgreich verfolgt haben.  Den Durchbruch hat die simultane Betrachtung aller Entwicklungsziele in einem parallelen Prozess mit einer interdisziplinären Toolkette im Vergleich zum bisher angewandten sequentiellen Prozess gebracht. 

2. Wie kommen nun konkrete Technologien in neue Airbus-Produkte?

Unsere Fachbereiche haben abteilungsübergreifend während unserer Arbeit an Bluecopter wesentlich ihre Kenntnisse und ihre Zusammenarbeit in Sachen Lärmreduktion verbessern können. Dieses Wissen steht uns jetzt zur Verfügung um in geplanten Produktverbesserungen oder in neuen Hubschrauber-programmen eingesetzt werden zu können.

3. Was tun wir, um hier noch besser und leiser zu werden?

Eine weitere Verbesserung der zur Zeit erreichten Ergebnisse im Bereich Lärm verlangt vor allem eine weitere und kontinuierliche Optimierung der Simulationsmöglichkeiten und der verwendeten Software, sowie die Gelegenheit eine neu entwickelte Technologie auch im Flug testen zu können.